Der Bundesfreiwilligendienst in Deutschland

Das Angebot des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) richtet sich an alle Frauen und Männer, die sich neben der Schule oder Beruf ehrenamtlich engagieren möchten. Mitmachen dürfen alle ab 16 Jahre, vorausgesetzt die Vollzeitschulpflicht wurde erfüllt. Eine Altersbegrenzung nach oben gibt es nicht. Interessierte können je nach Belieben ihre Hilfe in verschiedenen Bereichen anbieten. Neben Einsätzen im kulturellen, ökologischen und sozialen Bereich ist auch ein Engagement im Zivil- und Katastrophenschutz sowie im Bereich Sport möglich.

Die Ziele des Bundesfreiwilligendienstes

Der Bundesfreiwilligendienst wurde im Jahr 2011 ins Leben gerufen im Zuge der Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivildienstes im gleichen Jahr. Die Bundesregierung beabsichtigte durch die Einführung des Dienstes den Wegfall von Personal in sozialen Einrichtungen aufzufangen. Ebenfalls stellt die Initiative eine Ergänzung für bereits bestehende Freiwilligendienste wie das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) oder das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) dar.

Nach eigenen Angaben soll der Bundesfreiwilligendienst „eine neue Kultur der Freiwilligkeit in Deutschland schaffen und möglichst vielen Menschen ein Engagement für die Allgemeinheit möglich machen.“ Durch ein freiwilliges Engagement können Menschen wertvolle Lebenserfahrung und viel Praxis sammeln. Besonders jüngere Menschen profitieren durch die vielfältigen gemeinwohlorientierten Aufgaben.

Wie lange dauert der freiwillige Dienst?

In der Regel wird der ehrenamtliche Dienst zwölf Monate, jedoch mindestens sechs und maximal 18 Monate geleistet. In einzelnen Fällen ist auch eine Dauer von 24 Monaten möglich. Die freiwillige Arbeit wird grundsätzlich in Vollzeit erbracht. Bei Personen, die das 27. Lebensjahr vollendet haben, ist auch eine Teilzeitbeschäftigung nebenberuflich möglich. Allerdings müssen sie in der Woche mindestens 20 Stunden freiwillige Arbeit leisten.

Welche Aufgaben können Freiwillige übernehmen?

Für die Tätigkeiten ist keine Ausbildung nötig. Viele der Aufgaben beinhalten einfache praktische Hilfsaufgaben. Dabei sind die menschlichen Beziehungen am wichtigsten. Freiwillige können verschiedene Tätigkeiten übernehmen, wie die Betreuung einer AG in einem integrativen Kindergarten, die Unterstützung eines gemeinnützigen Gartenprojekts oder die Assistenz einer Museumspädagogin durch beispielsweise Besucherführungen sowie Informationsrecherche.

Weitere Informationen bieten auch die jeweiligen Zentralstellen des Bundesfreiwilligendienstes.