Das FÖJ: Gemeinsam stark für die Umwelt

Wer sich nach seinem Schulabschluss aktiv für die Umwelt und die Natur einsetzen möchte, kann ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren. Das zwölfmonatige Programm bietet jungen Menschen eine ökologische Bildung und Praxiserfahrungen, die ihnen als Orientierung für ihre berufliche Zukunft nutzen sollen.

Wo kann man ein FÖJ absolvieren?

Typische Bereiche, in denen sich FÖJ-ler engagieren können, sind beispielsweise Umweltbildung, Umweltpolitik, ökologische Landwirtschaft und Tierpflege. Die Arbeit während eines Freiwilligen Ökologischen Jahres kann in zahlreichen Einsatzorten wie etwa in Naturschutzstationen, bei Umweltverbänden oder auf Biohöfen erfolgen. Auch ein Engagement im weltweiten Ausland ist möglich.

Warum lohnt sich ein FÖJ?

foejEin Freiwilliges Ökologisches Jahr kann eine wertvolle erste Berufserfahrung sein und stärkt das Bewusstsein der Teilnehmer für die Umwelt und die Gesellschaft. Viele Universitäten erkennen die Zeit als Wartesemester bei der Studienplatzvergabe an. Auch bei vielen Arbeitgebern kann sich ein Freiwilligendienst im Lebenslauf als entscheidender Vorteil auswirken. Da er vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanziell bezuschusst wird, erhalten die Freiwilligen für ihr Engagement eine monatliche finanzielle Anerkennung in Höhe von 365 Euro. Der Träger oder die Einsatzstelle übernehmen die Beiträge für die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Renten- und Unfallversicherung. Freiwillige unter 25 Jahren haben weiterhin Anspruch auf Kindergeld. Auch Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung können gestellt oder bezahlt werden.

Wie lange dauert ein FÖJ und wie bewirbt man sich?

In der Regel wird ein FÖJ für die Dauer von zwölf Monaten absolviert. Es beginnt am 1. September und endet am 31. August des Folgejahres. Während dieser Zeit nehmen die FÖJ-ler auch an begleitenden Bildungsseminaren teil, die als Arbeitszeit angerechnet werden. Interessierte können sich direkt bei einem der zahlreichen Träger bewerben. Einsatzstellen im Ausland vermittelt beispielsweise der Bundesverein Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd). Die Bewerbung umfasst meist einen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben, je nach Einsatzstelle sind unterschiedliche Verfahren üblich.