Das FSJ: Zukunftschancen durch soziale Kompetenz

Unmittelbar nach dem Schulabschluss wissen viele Jugendliche noch nicht, welchen Karriereweg sie einschlagen wollen. Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ermöglicht ihnen, erste Berufserfahrungen zu sammeln, gleichzeitig etwas Gutes zu tun und dabei sogar Geld zu verdienen.

Was macht man in einem FSJ?

fsjJunge Menschen erhalten während eines Freiwilligen Sozialen Jahres die Möglichkeit, in gemeinwohlorientierten Einrichtungen aktiv an der Gestaltung der Gesellschaft teilzunehmen. Dabei unterstützen FSJ-ler Menschen jeden Alters. Mögliche Einsatzorte sind Kindertagesstätten, Kinderheime und Jugendverbände. Vor allem gesundheitliche Arbeit wird beim FSJ häufig geleistet, beispielsweise in Krankenhäusern, Einrichtungen für behinderte Menschen und psychiatrische Kliniken.

Im Alten- und Pflegeheimen unterstützen FSJ-ler ältere Menschen, die sich nicht mehr selbstständig versorgen können, weil sie schwach, krank oder beinahe bzw. tatsächlich von Altersarmut betroffen sind. Im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres nehmen die FSJ-ler außerdem an regelmäßigen Seminaren teil, bei denen sie sich über ihre Erfahrungen austauschen können.

Warum lohnt sich ein FSJ?

fsj2Ein FSJ bietet jungen Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren zahlreiche Vorteile für ihre persönliche, soziale und berufliche Entwicklung. Mit ihrer Arbeit setzen sich die FSJ-ler für die Gesellschaft ein und bekommen dafür von der Gesellschaft auch etwas zurück. So erhalten die Freiwilligen beispielsweise ein monatliches Taschengeld von 365 Euro. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fördert ein Freiwilliges Soziales Jahr mit

  • nach Bedarf kostenloser Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung
  • kostenloser gesetzlicher Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung
  • Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr
  • bis zu 200 Euro für die pädagogische Begleitung durch den Träger

Eine Bescheinigung über ein FSJ ist ein großer Pluspunkt im Lebenslauf. Für viele Arbeitgeber spielt soziales Engagement eine große Rolle und auch Universitäten können Bewerber mit einem FSJ bei der Studienplatzvergabe bevorzugen.

Wie lange dauert ein FSJ und wie bewirbt man sich?

Die Dauer eines Freiwilligen Sozialen Jahres beträgt in der Regel zwölf und maximal 18 Monate. Wer weniger Zeit mitbringt, kann sich bereits für eine Mindestdauer von sechs Monaten engagieren. Sozial engagierte und interessierte junge Menschen können sich direkt bei den größtenteils kirchlichen Anbietern bewerben oder zunächst in einschlägigen Portalen, wie beispielsweise deinjahr.org, nach freien Stellen suchen. Die Bewerbungen umfassen meist den Lebenslauf und ein Motivationsschreiben. Das Freiwillige Soziale Jahr beginnt regulär zum 1. August oder zum 1. September, je nach Träger können Freiwillige aber auch einen individuellen Einstieg vereinbaren.